Stamm Lubentius veranstaltet 1. Online-Lager

Als wir im Oktober 2019 unser Herbst-Lager beendet hatten, dachten wir nicht, dass es so lange dauern würde, bis wir mit unserem Stamm ein gemeinsames Wochenende verbringen können. Es kam Ostern 2020, dann Pfingsten, die Sommerferien verstrichen, die Herbstferien kamen und gingen auch mit einem Wimpernschlag. Letztendlich hat es uns gereicht! „Da machen wir nicht mehr mit!“ hat sich unser Lager-AK gedacht. Corona hin oder her, wir vermissen das Lagerleben und unsere Gruppenkinder und -jugendliche, wir wollen endlich wieder ein Lager veranstalten!

Und genau das haben wir dann auch getan: Vom 13.-16.05.2021 veranstalteten wir unser Christi Himmelfahrtslager „Lager@home“. Der Zeltplatz war da, wo es einen Internetanschluss gab. Die Links zu den gemeinsamen Treffen in unserer digitalen Jurte haben wir im Voraus verschickt und ebenso die Lager-Kisten. Hierin befanden sich Umschläge für jeden Tag des Lagers, die spannende Aufgaben enthielten. Zu Beginn wurde wie gewohnt der Lagerplatz gebaut. Das einzige Kriterium: Stammesbanner und Jurte sind Pflicht. Mithilfe eines Bastelbogens ließ sich diese Aufgabe leicht meistern. Unsere Kids waren sehr kreativ und haben sich großartige Konstruktionen ausgedacht! Nachdem der Lagerplatz stand ging es darum, den eigenen Schlafplatz einzurichten. Das eigene Bett war tabu! Auch hier wurden tolle Höhlen und Zelte in die Kinderzimmer gebaut.

Die Wochenendaufgabe bestand darin, ein Bilderbingo zu lösen. Es wurden 10 für unseren Stamm markante Stellen in Lahnstein fotografiert. Diese galt es abzufotografieren oder ein Selfie zu machen. Ein weiteres Lagerelement war unser Spülspaß: Es musste mindestens einmal für die Familie (ohne Spülmaschine) gespült werden.

Am nächsten Tag durften die Kids Mini-Schwedenstühle bauen, die sich wunderbar als Handyhalter eignen. Doch auch der pfadfinderische Gedanke sollte nicht zu kurz kommen: Eine gute Tat wollte erbracht werden! Auch hier war die Umsetzung sehr facettenreich: Ein Gewächshaus wurde aufgebaut, der Onkel zur Werkstatt gefahren, bei der Gartenarbeit geholfen und der AK mit frischem Kaffee überrascht. Abends wurde gemeinsam gekocht.

Samstags fand unser traditioneller „Bunter Abend“ statt. Wir trafen uns in der Jurte und tauschten unsere bisherigen Lagererlebnisse aus. Es gab Marshmallows und Tschai. Außerdem wurden frischgeknotete Halstuchknoten präsentiert.

Der Sonntag war zum Ausschlafen da, deswegen wurde die Morgenrunde wegrationalisiert und wir trafen uns direkt zur Spiri-Einheit in der Digi-Jurte. Worum geht es bei Christi Himmelfahrt? Wo und wie hinterließ Jesus seine Spuren? Wo und wie hinterlassen wir unsere Spuren? Ist es okay, andere auszugrenzen, nur weil sie „anderes“ sind? Genau diese Fragen wurden ergründet. Zum Abschied wurde traditionell „Nehmt Abschied Brüder“ gesungen.

Bevor jedoch alle die Videokonferenz verließen, wurde noch Feedback mithilfe von Mentimeter ermittelt. Alle Beteiligten haben das Lager sehr genossen. Der AK freut sich über die positiven Rückmeldungen und das das Konzept besser angenommen als erwartet, die Kinder und Jugendlichen waren happy, dass sie endlich mal wieder was Pfadfinderisches erlebt haben und auch die Eltern sind froh, dass ihre Kinder mal wieder ein abwechslungsreiches Wochenende verbringen konnten.

Unser Fazit: Obwohl der Preis für Komfort in punkto Schlafplatz und sanitäre Anlagen deutlich an den heimischen Zeltplatz geht, muss das Lager@home bezüglich der Atmosphäre einiges an Punkten einbüßen. Es ist eine gute Alternative für Pandemiezeiten, ein richtiges Lager mit allem drum und dran ist dem aber meilenweit voraus. Daher liebgemeinte 7/10 Punkten!