Institutionelles Schutzkonzept - Infos für Stammesvorstände

Was ist ein institutionelles Schutzkonzept (=ISK)?

Ein Konzept zur Prävention vor sexualisierter Gewalt, um Kindern und Jugendlichen einen sicheren Lern- und Lebensraum zu bieten.

Bei der Entwicklung des Institutionellen Schutzkonzeptes geht es darum, gemeinsam mit allen Leiter*Innen (und Kindern und Jugendlichen) über das Thema „Kindesschutz“ ins Gespräch zu kommen, spezifische potentielle Risikosituationen in den Blick zu nehmen, eine gemeinsame Haltung zu vereinbaren, daraus resultierende Verhaltensstandards zu erarbeiten und all dies partizipativ als Handlungsleitfaden für eure gemeinsame Arbeit schriftlich festzuhalten.

Muss ein Stamm ein eigenes ISK erstellen oder können wir mit der Pfarrgemeinde kooperieren?

Es gibt die Möglichkeit, das ISK gemeinsam mit eurer Pfarrgemeinde zu machen. Dann werdet ihr als Pfadfinderstamm ein Kapitel im ISK der Pfarrgemeinde bekommen. Was schneller geht, unkomplizierter ist oder einfach weniger Arbeit ist? Das lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern hängt von vielen Aspekten ab, z.B. ob ihr einen guten Draht zur Pfarrgemeinde habt. Wichtig ist, dass es eure Entscheidung ist und die Pfarrgemeinde euch dahingehend keine Vorschriften machen kann.

Wie läuft das alles ab?

Wir haben eine AG ISK ins Leben gerufen, die sich gerade damit beschäftigt ein Grundstock zu erarbeiten, welches Euch zur Verfügung gestellt wird. Zusätzlich sind wir dabei Multiplikatoren auszubilden, die sich mit diesem Thema auskennen um zusammen mit Euch in Eurem Stamm an dem Thema zu arbeiten. Auf der DV im März 2019 wollen wir den Studienteil dazu nutzen um gemeinsam mit den Stammesvorständen und Stufen zum Thema „Institutionelles Schutzkonzept“  zu arbeiten.

Was genau ist meine Rolle?

Als Stammesvorstand bist du dafür verantwortlich, dass die Risikoanalyse durchgeführt und das ISK erstellt wird. Die Multiplikator*innen begleiten und unterstützen dich hierbei.