Schmecken: Ostersonntag

Einleitung
Wenn ich mal für einen längeren Zeitraum auf eine besondere Speise verzichtet habe, dann regt sich in mir Vorfreude, Neugierde, Sehnsucht und vieles mehr auf den Moment, wenn ich den Verzicht aufhebe. Wenn ich bewusst auf etwas verzichtet habe, wird mein Geschmackssinn so sensibel, dass ich diese spezielle Speise fast in ihren Einzelheiten schmecken kann. Eine Zeit des Fastens, des Verzichtes neigt sich nun so langsam dem Ende entgegen. Gibt es was, auf das du in der Fastenzeit verzichtet hast? Hast du es durchgehalten, oder bist du doch immer mal wieder schwach geworden?

 

 

Impuls
Während des letzten Abendmahls wandelt Jesus Brot und Wein in seinen Leib und in sein Blut. Er wird für die Jünger erfahrbar, erlebbar. Wenn heutzutage Messe gefeiert wird, spricht der Priester die gleichen Worte. So wird Jesus auch jetzt im Jahr 2020 erfahrbar. In diesen Tagen ist allerdings alles anders, Gottesdienste dürfen nicht stattfinden und somit bleibt Jesus für uns auch nicht erfahrbar… Ist das so?

 

Ich denke, dass Jesus gerade jetzt erfahrbar wird, in den Menschen, die Hilfe brauchen, in den Menschen, die Hilfe anbieten, in der Natur, in seiner Schöpfung, die mich immer mal wieder aufatmen lässt und nicht zuletzt auch in der Stille, in der ich spüre, dass mich jemand trägt. Hast du auch schon mal das Gefühl des Getragen Seins gehabt? Oder trägst du auch jemanden, indem du ihn unterstützt oder an ihn denkst?