Riechen: Gründonnerstag

Einleitung
„Da habe ich einen guten Riecher gehabt!“ – Diesen Satz, oder einen ähnlichen hat bestimmt jeder schon mal gesagt, oder gehört. Die Nase ist ein ganz feines Sinnesorgan, was sehr sensibel auf Veränderungen in ihrer Umgebung reagiert.

Gerade in den jetzigen Tagen der Corona-Krise dürfen wir aber auch Spaziergänge in der Natur erleben. Jetzt in der Frühlingszeit bietet uns die Natur wieder viele Gerüche an. Versuch einmal, auf diese zu achten und sie zu unterscheiden. Hast du einen Lieblingsduft?

Impuls
Jesus sagt weiter beim letzten Abendmahl zu seinen Jüngern: „Amen ich sage dir: Noch heute Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.“ (Mk 14,30)


Es liegt was in der Luft. Etwas, was sich noch nicht realisiert hat. Etwas, das eine Veränderung ankündigt. Da hat Jesus den richtigen Riecher. Ist das nicht prima? Er nimmt diese Ankündigung der Veränderung ganz bewusst war und teilt diese den Jüngern mit. Auch wenn dieser Duft kein angenehmer, wohlwollender ist, er lässt diesen ganz bewusst zu und nimmt ihn an. Doch was geschieht mit den Jüngern, denen dieser Geruch nicht präsent erscheint. Was geht in ihren Köpfen vor? Wie kann er sagen, dass ich ihn verleugnen werde? Er kennt mich doch! Ich denke, so etwas wird sich Petrus in diesem Moment gedacht haben.

 

Auch in unserem Leben kommt es vor, dass wir spüren, dass ein Freund/ eine Freundin auf dem falschen Weg ist. Ich rieche dann förmlich, dass was schiefgehen wird. Lass ich es zu, dass mein Freund/ meine Freundin ins Verderben rennt, oder versuche ich einen gutgemeinten Ratschlag zu geben.