Hören: Palmsonntag

Einleitung
Hören – kannst du dir vorstellen, wie es ist, die Welt ohne Geräusche wahrzunehmen? Wie schwer es sein muss mit anderen zu kommunizieren? Oder ist dir vielleicht schon einmal aufgefallen, dass man aneinander vorbei redet?

 

Geh einmal diesen Fragen nach und nehme mal die Welt bewusst für einen Moment mit den Ohren wahr. Was fällt dir auf? Bietet nicht gerade die jetzige Ruhe auf den Straßen aufgrund der Corona-Krise uns eine Möglichkeit, Geräusche aus der Natur wahrzunehmen, die wir schon lange nicht mehr gehört haben?

 

Impuls
Jesus sagt schon vor seinem Leiden beim letzten Abendmahl zu seinen Jüngern: „Amen, ich sage euch, einer von euch wird mich verraten und ausliefern, einer von denen, die zusammen mit mir essen.“ (Mk 14,17)


Die Jünger hören zu, sie hören auf das, was Jesus ihnen zu sagen hat. Nicht gerade schöne Worte sind es, die sie aufnehmen. Aber hören sie wirklich zu? Fragt sich nicht jeder, ob er derjenige ist? Hören sie aufeinander? Sie sind sicherlich erstaunt, überrumpelt von dem was Jesus ihnen sagt. Können es wahrscheinlich gar nicht recht glauben, dass einer von ihnen Jesus ans Messer liefern wird. Sie sind so mit sich selbst beschäftigt, dass sie nur noch auf sich selbst achten und nicht etwa auf die anderen hören, geschweige denn ihnen auch nur für einen Moment zuhören.

Auch in unserem Leben kommt es vor, dass wir einander nicht wirklich zuhören. Es zählen dann nur meine eigenen Bedürfnisse. Achte in diesen Tagen mal bewusst darauf, wann du anderen zuhören konntest und in welchen Situationen es dir schwerfiel. Was kannst du daraus lernen?